Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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Ich will Dir beiſtehen, ſagte er darauf,wir muͤſſen aber vorſichtig ſeyn. Biſt Du mein Haus⸗ und Garten⸗Sklave, ſo kann ich beſſer fuͤr Dich ſorgen, als es auf eine andere Weiſe geſchehen kann. Habe Ge⸗ duld. Ich helfe Dir, Du ſollſt deine Freiheit wieder erlangen.

Ich kniete in meiner uͤbergluͤcklichen Erregung vor ihm nieder, und mein Herz knieete in mir vor dem Allmaͤchtigen, und dann huͤpfte es wieder freu⸗ dig in meinem Buſen, und mein Schritt war leicht und mein Blut floß ſchneller.

Der Alte hob mich eifrigſt auf, und ſagte:Ich mußte Dir Gutes mit Gutem vergelten. Da Du ein Chriſt wareſt, ſo ſchenkte ich Dir Reichthum. Es war mir Beduͤrfniß, Dich zu bezahlen und dann zu vergeſſen. Aber mein Geſchenk hat Dich nicht be⸗ gluͤckt, und ich habe Dich gefunden, gebeugt unter der Geißel des Aufſehers. Und ich ſollte deine Ket⸗

ten nicht loͤſen? Lege Dich dort hin, mein Sohn.

Hiemit zeigte er auf ein Lager mit Kiſſen, und entfernte ſich. Bald kam er jedoch zuruͤck, und mit ihm ein weibliches Weſen, wie wir es auf Raphael's lieblichſten Gemaͤhlden finden. Stirn und Auge voll der heiligſten Schoͤnheit, geſcheiteltes Haar von Na⸗ benſchwaͤrze, die Lippen mit ſprechendem Schweigen, und die ſcharfen Konture ihres Stammes durch die zarten Verhaͤltniſſe ihres Geſchlechts zu Lieblichkeit gemildert. Sie trug einen dunkel purpurrothen Schleier, und er ſenkte ſich, wie bei Madonnenbil⸗

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