Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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nach meinen Faͤhigkeiten und dem Preiſe, den man fuͤr mich fodere. Als ſie ihm den Streich erzaͤhlten, den ich dem Juden geſpielt haben ſollte, entgegnete er:Kann ſeyn, ich will's ihm aber ſchon verweh⸗ ren, mir etwas aͤhnliches anzuſtiften; ich weiß recht wohl, wie man dieſe Chriſten behandeln muß; ich habe unter ihnen gelebt, und bin ihnen noch eine gute Portion tuͤchtigen Haſſes ſchuldig. Den will ich's ſchon entgelten laſſen. Er kaufte mich alſo, nahm mich mit ſich aus dem Khan, beſtieg ſeinen Eſel und befahl einem kurzlockigen, haͤßlichen ſchwarzen Sklaven, mich ihm nachzutreiben. Nun trabte er friſch vorwaͤrts, der Neger ſchlug auf mich mit einem Stocke, und auch ich lief was ich konnte. Mein Muth ver⸗ ließ mich ganz. Ich ſah einer grauſamen Sklaverei und der rachſuͤchtigſten und kaͤlteſten Tyrannei entgegen.

Wir gelangten zu der kleinen Gartenthuͤr der hohen, eiferſuͤchtigen Mauer. Man trieb mich

hinein und in das Haus, und uͤber den Hof in ein inneres Zimmer. Nun verſchloß der alte Mann die

Thuͤr hinter mir, und begann:Chriſt, haſt Du denn Liſſabon und den ſchrecklichen Tag des Erdbebens ganz vergeſſen und mich auch mit? Wo iſt denn dein Reichthum? Wie biſt Du hieher gekommen? Ich ſah Dich neulich, als ich am Hafen voruͤberging, und konnte auf dieſe Art allein Dir mit Sicherheit helfen.

Wie groß war mein Staunen, mein Entzuͤcken mein Dank! Ich erzaͤhlte ihm Alles.