Buntes Leben.
Zweiter Theil.
E⸗ war in Algier gewoͤhnlich, daß die Kaufleute daſelbſt zu gewiſſen Zeiten den Dey um die Erlaub⸗ niß baten, einige ſeiner Sklaven fuͤr ihre eigene
Garten⸗Arbeiten kaufen zu duͤrfen. So kamen denn
auch eines Tages mehrere dieſer Kaufleute deshalb in den Hof des Khans.
Ich hatte es oft verſucht, die Aufmerkſamkeit ſolcher Kaͤufer auf mich zu lenken, denn mir ſchien jede Ver⸗ aͤnderung meines Schickſals nur ein Mittel zur Verbeſ⸗ ſerung deſſelben; es war mir aber nie gegluͤckt. Die Kunde von meiner Spitzbuͤberei, wie man ſie nannte, war allgemein verbreitet, und niemand wollte daher etwas mit mir zu thun haben. Als nun jetzt ein ſol⸗ cher Ankauf wieder Statt finden ſollte, nahm ein alter Mann in zuͤdiſcher Kleidung mit einem langen, rothen Barte, der ihm bis auf die Bruſt herabhing, ſeine maͤchtige Pfeife aus dem Munde, und indem er mich mit dem Rohre derſelben, wie eine gemeine Waare, die man feilſchen will, beruͤhrte, fragte er
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