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Schooße, unausgeſetzt ihr nahe zu jeder Zeit, und nur von ihr in den Schlaf gewiegt, einen Juͤngling mit verſchwenderiſchen Angewoͤhnungen, einen ſentimenta⸗ len Reiſenden, einen wilden Enthuſiaſten, ſtets ge⸗ naͤhrt von jeder ſchoͤnen Kunſt.— Fragt man, was ich that?— Ob ich nicht zuruͤckſprang wenn die Peitſche auf meinen Ruͤcken fiel? Ob ich nicht Mit⸗ tel ſuchte mich ſelbſt zu toͤdten?— ob ich trauerte, krank ward, abzehrte?— Nichts von alle dem: mein Geiſt ſank mit meiner Lage, ſank immer tiefer herab. Ich arbeitete und fluchte, aber ich arbeitete doch demuͤ⸗ thig fort. Ich draͤngte mich eifrig nach meiner kar⸗ gen Portion ſchwarzen Brotes, und jubelte mit den Uebrigen wenn ein paar verfaulte Oliven als ein Lek⸗ kerbiſſen dazu gegeben wurden, und beugte mich mit den Uebrigen bis zum Boden, wenn der Dey ſeine Gaͤrten beſuchte, und rief mit ihnen aus:„Lange lebe unſer Herr und Gebieter Muley Abdallah!“ Entbloͤßt von Allem was das Leben wuͤnſchenswerth machen kann, war ich doch zufrieden, mindeſtens noch zu leben, denn ich fuͤrchtete mich vor dem Tode. Ich ſpreche nicht von der Furcht der Feiglinge, denn im Treffen, oder im gefaͤhrlichen Kampfe, mit heißem Blute und erregten Geiſte, wuͤrden vielleicht We⸗ nige mehr Muth gehabt haben als ich; aber hier fuͤhlte ich, obſchon in dem tiefſten Abgrundez des Elends, doch die Wahrheit der Worte des großen Shakeſpeare:
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