Teil eines Werkes 
1. Theil (1826)
Entstehung
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ihm unſre Angelegenheit vortrug, und der alte Jude beugte ſich entweder bis auf den Boden vor dem Dey, oder machte mir Gekbaͤrden der grimmigſten Drohungen. Als der Dey Alles ruhig mit angehoͤrt hatte, wollte er ſich vor Lachen ausſchuͤtten; der ge⸗ prellte Jude war ein Gegenſtaud, der ſeine Tuͤrkiſche Phantaſie ungemein kitzelte, doch mitten in ſeiner Freude machte er eine Bewegung mit der Hand, und einige ſchwarze Sklaven traten naͤher, warfen mich nieder, und befeſtigten meine Fuͤße durch einen Strick, den ſie mit einem Stocke anzogen. Nun wurden meine Fußſohlen hoch hinaufgerichtet, und ich ſo hart mit der Baſtonade belegt, daß die Natur ſich in Geſchrei und Stoͤhnen unaufhaltſam ausſprechen mußte. Hierauf brachten ſie mich in ein großes Ge⸗ baͤude, wo viele weiße Sklaven wohnten, legten mir einen Ring um den Schenkel und hingen eine Kette

von fuͤnfundzwanzig Pfund Gewicht daran. Man

beraubte mich der Kleider, die ich trug, warf mir eine Jacke und Hoſen von grobem ſchwarzen Zeuge uͤber, und legte mich auf ſchmuziges Stroh. Zuletzt erhielt ich noch eine Portion ſchwarzes Brot und blieb in Schmerz, Finſterniß und Verzweiflung allein.

Selbſt mein Mauriſcher Herr und die anderen Chriſtenſklaven erkannten in mir nicht mehr denje⸗ nigen Werth, deſſen ſich doch noch Tauſende ungluͤck⸗ licher Leidender, die mit mir in gleicher Lage waren, erfreuten. Das Mitleid wendete ſich mit hoͤchſter Verachtung von einem Menſchen, der durch eine

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