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Freundes finden, die wir von Kindheit an taͤglich zu ſehen gewoͤhnt ſind.
Eduard war noch zu jung, um damals mein Ge⸗ faͤhrte zu ſeyn; ich war daher ſtets beim Oberſten Ha⸗ milton, ſaß bei ihm, hoͤrte ihm zu, oder las ihm vor. Dann trieb ich mich auch wieder unter ſeinen W fen, Seltenheiten und Alterthuͤmern herum, ma wol auch außerhalb des Hauſes mit ſeinem Tatari⸗ ſchen Bogen, der Mongoliſchen Lanze und dem Da⸗ maszener Schwerte auf der Wieſe Verſuche, oder ſchoß, tiefer im Walde, mit ſeiner gezogenen Tyroler Buͤchſe, nach dem Ziele, oder mit dem verraͤtheriſchen Malayiſchen Blaſerohre nach einem ſpitzbuͤbiſchen Ha⸗ bicht; am frohſten war ich aber dann, wenn ich mit ihm durch die langen langen Gaͤnge unſers herrlichen Waldes dahin ſprengen konnte.
Als wir eines Tages, nach einem dieſer ſchnellen Nitte, unſre trefflichen Gaule wieder zu Athem kom⸗ men ließen, bemerkte ich zwei Maͤnner, welche am Wege ſaßen und in ihrem Aeußeren ſo ganz von Al⸗ lem, was ich bisher geſehn hatte, verſchieden waren, daß ihr Anblick mir einen Ausruf des Staunens und Vergnuͤgens abndthigte.
Einer von ihnen war ein Mann von mittleren Jahren, von ſehr brauner Geſichtsfarbe, ſehr ſchwar⸗ zen Augen, weißen Zaͤhnen und mit einem Barte, der ſein Kinn bedeckte und daran herabfloß. Uebri⸗ gens trug er große goldne Ringe in den Ohren. Schnitt und Farbe ſeines Anzugs waren orientaliſch
und
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