Teil eines Werkes 
1. Theil (1826)
Entstehung
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und glaͤnzend. Lichtblau das Kleid, die Muͤtze roth, und um ſie ein faltiger Turban von weißer Leinwand geſchlungen.

Sein Gefaͤhrte war ein aͤltlicher kraͤftiger Mann, mit einem finſtern, fremden Anſehn. Er trug klei⸗ nere Ohrringe, und ſeine Kleidung war gewoͤhnlich. Ein kleines viereckiges Mahagonikaͤſtchen mit leder⸗ nen Riemen, ein Buͤndel rother Pantoffel und ein großer Korb, der mit ſchlechten bunten Kupferſtichen, Fernglaͤſern, kleinen Spiegeln, Spielzeug und anderen Kleinigkeiten angefuͤllt war, lag zwiſchen ihnen.

Der Oberſt ſah bald, wer ſie waren, und redete ſie dem gemaͤß an. Der Eine war aus der Levante, ein gewoͤhnlicher Verkaͤufer Tuͤrkiſchen Rhabarbers, ein Chriſt, wie er behauptete, und deshalb an einigen Orten vertrieben, in anderen aber als Tuͤrke geflohen und vermieden. Der Andre war ein alter wandernder Kraͤmer, aus der gluͤcklichen niedern Klaſſe, welche Heimath und Familie an den ſchoͤnen Ufern des Ko⸗ merſees beſitzt. Noch erinnere ich mich, wie feurig ſie antworteten und wie alle ihre Zuͤge ſich belebten, als der Oberſt ſich in der ihm eignen einnehmen⸗ den Weiſe mit ihnen mehrere Minuten lang, Ita⸗ lieniſch, uͤber ihr Vaterland und ihre Wanderungen unterhielt. Lachend dolmetzchte er mir ſeine Fragen und ihre Antworten. Dieſe waren ſaͤmmtlich unbe⸗ deutend, nicht aber ohne Einfluß, naͤmlich auf mich, und als wir nach Hauſe ritten, ſchuͤrte der Oberſt, ohne daß er es wußte, das Feuer nur noch mehr an,

I. B