Teil eines Werkes 
1. Theil (1826)
Entstehung
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der Abendglocken, und von allen laͤndlichen Klaͤn⸗

gen der ſanfteſte, das Wetzen der Senſe des Maͤhers/ wenn er ſpaͤt bei der mild leuchtenden Abendroͤthe ei⸗ nen Augenblick ruhte und dann wieder ſich nieder⸗ beugt und tief in dn Ahnner Gras ſchneidet, ſol⸗ che Gegenſtaͤnde, ſolche Toͤne liebten wir.

Das Beſte, was er mich lehrte, war Mitleid ge⸗ gen Arme. Oft ſah ich ihn an eines Armen Lager knieen; oft habe ich die ſtill verborgnen Gaben be⸗ merkt, die er mit einem ſanften Haͤndedruck ſpendete; denn Vernon ſcheute ſich nicht, den Armen zu berei⸗ chern. Ol er war ein Chriſt. Er iſt gewiß im Him⸗ mel! Ganz gewiß! Ich ſah ihn in ſein Grab legen, drei Jahre vor der Zeit, von welcher ich jetzt ſchreibe, und als ſey es geſtern, denke ich noch an die ern⸗

ſten Mienen der Haͤusler und die feuchten Wangen

armen Frauen, und die frommen Blicke der Kin⸗

, wie ſie in der kleinen Kirche dicht gedraͤngt ſtan⸗ den und mit naſſen Augen auf des guten Mannes Sarg blickten.

Armer Vernon! Er war ein verwundetes Wild und entflohen aus der kalten Welt in unſerer Waͤl⸗ der Tiefe. Und ſo dankbar war er Gott fuͤr dieſes Aſyl, und ſo ſehr liebte er es, daß er vergaß, ich⸗ koͤnne es eines Tages verlaſſen. Warum ich's thun ſollte, ſah er nicht. Wie haͤtte er es auch?

Ein ſchuldloſes Leben, ein friedliches Grab un⸗ term Raſen, die Liebe der Armen im Leben, ihr Be⸗ dauern im Tode, das war es, was er fuͤr mich auf