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Irrthum. Die Talente eines benachbarten Geiſtli⸗ chen, der mit der Sorge fuͤr meine Erziehung von meiner fruͤhſten Kindheit an beauftragt war, und die innige Theilnahme, die er an meinen Fortſchritten zeigte, beſtimmten meine Eltern, meine Ausbildung fuͤr die Welt ihm ganz allein zu uͤberlaſſen, ſo daß
er mich von ihr unbeſleckt erhielte, bis ich, mit
gepruͤfter Staͤrke bewaffnet, im Vertraun auf einen ſichern Triumph, jeder Verſuchung, mit der ſie mei⸗ nen Pfad umgarnen moͤchte, getroſt entgegen gehen koͤnne. Trauriger, ungluͤcklicher Irrthum! Vernon war am wenigſten dazu geeignet, den Charakter ſei⸗ nes Zoͤglings zu der felſenfeſten Staͤrke auszubilden, gegen welche die Wellen der wildbewegten Welt um⸗ ſonſt ankaͤmpfen und in ſich ſelbſt zuruͤckſinken ſollten.
Er ſprach von Religion, und es war ein anmu⸗ thiger Geſang. Entzuͤckt horchte mein Ohr darauf. Er ſprach von Tugend, und es war immer noch je⸗ ner Geſang. Alles was er lehrte, ſprach er mit dich⸗ teriſchen Lippen, jeden Gegenſtand betrachtete er mit den Augen des Poeten. Wir laſen, und ein Theil ſeines Gefuͤhls, ſeiner Gluth, ging in mich uͤber. Wir ritten, gingen, wanderten durch den weiten Wald.— Wie kurz waren da die langen Som⸗ mertage!
Der gruͤnbelaubte Baum,— der aufgeſcheuchte Hirſch,— das furchtſame Reh,— das Girren des kla⸗ genden Taͤubchens,— das Getoͤs der Art des Holz⸗ hauers,— das Gemurmel des Waſſers,— der Ton
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