Teil eines Werkes 
1. Theil (1826)
Entstehung
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11 ſchaften kennen die in den Kreiſen der Zechenden oder auf den Schleichwegen der Sinnlichkeit entſtehn. Ehen werden, wie man ſagt, im Himmel geſchloſſen. Auch Er hatte Urſache, dies zu glauben: nicht als ob meine Mutter ſeine erſte Liebe geweſen waͤre, oder Er der erſte Gegenſtand ihrer Zuneigung; nein, Beide hatten geliebt Beide trauerten bereits uͤber ge⸗ trennte Verhaͤltniſſe. Aber ſie trafen ſich im Geraͤu⸗ ſche der Welt. Jedes ſprach eine Sprache, welche nur ſie gegenſeitig zu verſtehen ſchienen. Sie rede⸗ ten zu einander, wie Schwermuth ſich zu unterhal⸗ ten pflegt. Treues Mitgefuͤhl, das Kind eines blu⸗ tenden Herzens, heilt oft ſeinen verwundeten Mitge⸗ noſſen. Sie fuͤhlten ſich minder betruͤbt, liebten ſich heiter und heiratheten einander ohne Entzuͤckensrauſch. Daß ein ſolches Paar die ruhige Zuruͤckgezogenheit eines Aufenthalts auf dem Lande ſuchen mußte, war natuͤrlich. Und ſo geſchah es auch. Nicht weit von dem lieblichen Flecken Beaulieu, in der Tiefe des Neu⸗Waldes, lag das Haus, in welchem ich gebo⸗ ren ward. Eine nette, ſichre Wohnung, die ein recht feſtes Anſehn hatte, und darin! ach darin lebte eine kleine Welt voll ſtiller Freude und Frieden. Zufriedenheit hatte ihren Wohnſitz im Herzen jedes Inſaſſen ſchon gefunden, oder ſich doch bereitet. Selbſt das Bellen unſrer Hunde am Hausthore toͤnte nur dem Willkommen, und das fremde Bettlerkind konnte ſich furchtlos und allein ihnen nahen. Aber ach! Mein theurer Vater gerieth in einen traurigen