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er Ohrringe r9εννα oHdevra nennt, wo das letztere Wort auf ein muſiviſches, aus einzelen Theilen(àeon) zuſammengeſetztes Kunſtwerk ſich zu beziehen ſcheint, während x9 Qπ να gar nichts an⸗ deres bedeuten kann, als ein Geſchmeide, das aus dreien Steinen zuſammengeſetzt iſt. Denn die Alten verglichen edle Steine, beſonders in Ringe gefaßt, oft und gern mit Mädchenaugen(Mναπ), was ſich namentlich bei den Erotikern ſehr oft fin⸗ det. So Heliodor V, 13. Longus IV, 12. Achilles Tatius II. 11.
S, 94. Flammend wie Sonnenroſen.] Der Ueberſetzer hat ſich hier eine etwas größere wenn auch nicht unerhörte Freiheit genommen.
S. 96 Z. 19. l. Sehnſucht.
S. 927 Z. 3. v. u. lies Xdpeς ſt.—½ᷣαeςνεσ.
S. 92 Z. 3. v. u. lies Oed ſt. Oé.
S. 104. Schließen nimmermehr das Augen⸗ lied—— Darum ſtellen auch die Aegypter.] Nach Heliodor ſcheinen die uara geuweora der dä⸗ daliſchen Bildſaͤulen(ſ. Winkelmann Geſch. der Kunſt I. S. 13. d. neuen Ausgabe) nur an Men⸗ ſchenſtatuen zum Unterſchied von den Götterſtatuen gebildet worden zu ſeyn, welche aus weitgeöffneten, faſt ohne Augenlieder blickenden Augen geſchaut zu haben ſcheinen.— Jene Rechtfertigung der ägyp⸗ tiſchen Kunſt wegen der Bildſäulen mit geſchloſſenen Füßen hat Leſſing im Laokoon zu Winkelmann nach⸗ getragen, der ſie bloß der Rohheit ägyptiſcher Kunſt zuſchreibt.
S. 104. Leicht hinfloß er im Gang.] Die ganze Anſicht des Heliodor,(von welcher Heyne


