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Theagenes und Charikleia : ein Roman / aus dem Griech. des Heliodoros, übers. von Karl Wilhelm Göttling
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Aufblüht dort für die wackeren Kämpfer die lohnende Palme. Weiß von dem dunkelen Haupt ſchimmert der heilige Bund!

So waren denn die jungen Leute gekrönt mit der weißen Binde, mit welcher Hydaspes das Prie⸗ ſterthum zugleich ihnen um's Haupt wand und weih⸗ ten nun ſelber das Opfer unter brennenden Fackeln und dem Tönen der Flöten und Syringen: auf einem Wagen mit Roſſen war Theagenes neben Hydaspes: auf einem andern Siſimithres mit Cha⸗ rikles: weiße Stiere zogen Charikleien und Perſinen ſelbſt: frohlockender Zuruf, Jauchzen und Tanz ge⸗ leiteten ſie bis gen Meroe: denn in der Stadt ſollte ſich's zu höherer Weihe der Ehe freudig enden.

Dieß Ende gewann die äthiopiſche Geſchichte von Theagenes und Charikleia. Gedichtet hat's ein phönikiſcher Mann aus Emeſa, von der Sonne Ge⸗ ſchlecht, Theodoſios' Sohn, Heliodo ros.