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tröſtete ſie Perſina eifrig und ſprach, wie der Jüngling wohl noch gerettet werden möge, wenn ſie ihr übriges Geheimniß deutlicher ausſpreche: und gezwungen ſchritt denn Charikleia— ſie ſah, daß die Gefahr keinen Aufſchub duldete— zu der Hauptſache ihrer Erzählung. Hydaspes frug indeß den Herold, ob von Botſchaften noch eine zuruͤck ſey:„nur die von Syene, o König,“ antwortete Hermonias: nſte bringen ein Schreiben von Oroodates und Gaſtgeſchenke. Eben ſind ſie und vor kurzem nur gekommen!!“„Auch ſie mögen herantreten!“ ſprach Hydaspes. Und ſie kamen und brachten das Schreiben. Der König er⸗ brach's und las. Das war der Inhalt:
Dem menſchenfreundlichen, glückſeligen König der Aethioper, Hydaspes, vom Orvondates, des großen Königs Statthalter:
Haſt du in der Schlacht geſiegt: ſo war dein gütig Herz noch höherer Sieger: gabſt du mir freundlich die ganze Statthalterſchaft: ſo habe ich nicht zu ſtaunen, wenn du jetzt nur eine kleine Bitte mir gewährſt. Ein Mädchen, von Memphis mir zugeſandt, ward Kriegsgefangene: daß ſie gefangen auf dein Gebot nach Aethiopien geholt ſey, berichteten mich ihre Be⸗ gleiter, die jener Gefahr entgingen. Die bitte ich als Geſchenk mir zu uͤberlaſſen, theils aus eigener Sorge für das Mädchen, theils um ihren Vater zu beruhigen, der weit in der Welt einherſchweift und beim forſchen nach ſeiner Tochter in Elephantine von der Beſatzung während des Kriegs aufgegriffen ward: geſehen hab' ich ihn, als ich dort meine ge⸗ retteten üͤberſchaute und ihn verlangte, deiner Milde


