Druckschrift 
Theagenes und Charikleia : ein Roman / aus dem Griech. des Heliodoros, übers. von Karl Wilhelm Göttling
Einzelbild herunterladen

nun noch ſtaunend ob ſeiner Kraft, mehr aber noch aus grollender Eiferſucht gegen Mervebos athiopi⸗ ſchen Kämpfer, wie mit einem Sinne ausrief:der muß mit Meroebos Ringer zuſammen!Der den Elephanten erhielt, kämpfe mit dem, der den Stier bewältigte! ſchrieen ſie unaufhörlich. Und als ſie nicht beruhigt werden konnten, geſtattete es Hydas⸗ pes. Und herein ward der Aethioper geführt: ſtolz und höhniſch ſchaute er um ſich: ſchritt ſteif daher und durchſägte geſpreizt die Luft mit ſeinen Armen.

Und als er dem hohen Rath nahe getreten war, ſchaute Hydaspes den Theagenes an und be⸗ gann auf griechiſch zu ihm:mit dieſem ſollſt du kämpfen! alſo will es das Volk!Sein Wille geſchehe! erwiderte Theagenes;doch in welcher Gattung des Kampfes?im ringen.Und wa⸗ rum nicht mit Schwert und Panzer, auf daß ich ſiegend oder ſterbend Charikleien rührte, die bis jetzt im Schweigen über mich beharrte, oder vielleicht ganz, wie es den Anſchein hat, mich verleugnet? Und Hydaspes erwiderte:Warum du Charikleiens Namen in die Rede flichtſt, magſt du ſelbſt nur wiſſen. Aber ringen ſollſt du; nicht mit dem Schwerte kämpfen: denn es nicht erlaubt, daß Blut vor der Zeit des Opfers fließe. Da merkte Thea⸗ genes, daß Hydaspes fürchte, er möge vor dem Opfer getödet werden, und ſprach: ndu thuſt wohl den Göttern mich zu erhalten, die mich auch wohl ſchützen werden. Damit faßte er Sand, rieb ſich Schultern und Arme, die vom Stiergefecht noch vom Schweiße trieften, und ſchüttelte herab was nicht