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Theagenes und Charikleia : ein Roman / aus dem Griech. des Heliodoros, übers. von Karl Wilhelm Göttling
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eignen Fuße ihm vor die Schenkel und hemmte durch unaufhörliches treten auf die Köthen ſeinen Lauf: der, gehindert in des rennens Wuth, und gebeugt unter der Laſt des Jünglings, ſchoß auf die Knie nieder: ſtuͤrzte unaufhaltſam vorn auf die Krone und ſchlug köpflings über auf Rücken und Schultern: da lag er rücklings ſo lang er war, ſeine Hörner waren eingedrungen in den Boden und hatten den Kopf wie unbeweglich eingewurzelt: die Schenkel zappelten, fruchtlos ohne Wirkung in die Luft hauend, und ſtraubten ſich gegen den Sieg. Aber Theagenes würgte ihn, doch nur die linke war ihm von den Händen allein frei, um ihn feſtzuhal⸗ ten: die rechte hielt er himmelan und ſchwang ſie unaufhörlich: auf Hydaspes aber und das andere Volk ſchaute er freudig hin und foderte ſie durch ſein lächeln zur Theilnahme an der Freude auf: während der Stier durch ſein Brüllen wie mit Drommetenton den Sieg auskündete. Dagegen ſchallte des Volkes rufen, nicht in vernehmlichen Tönen des Lobes: mit offnem Munde jagten ſie nur ihre Verwunderung durch die Kehle in langem forthallenden ſchreien zum Himmel. Auf des Kö⸗ nigs Gebot eilten Diener heran: einige richteten Theagenes auf und führten ihn heran: andre war⸗ fen die Schlinge eines Seils um des Stiers Hör⸗ ner und wie beſchämt ward er weggezogen und wieder ſammt dem Roß, das aufgefangen ward, am Altare feſtgebunden. Schon war Hydaspes im Begriff durch Wort und That Theagenes ſein Lob zu zeigen: als das Volk in freudiger Luſt am Jüng⸗ ling, gerührt ſchon von ſeinem erſten Anblick und

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