2
— 349—
Dieſe Geſchenke wurden angenommen und ihre 25 Bitte, ihnen einige, die ſchon lange zu den Feſſeln verdammt waren, freizugeben, gewährte ihnen der König. Und es traten heran die Geſandten der glücklichen Araber und brachten ihr würzreiches Blatt, Kaſſia und Zimmet, und ſonſt auch das an⸗ dere, von deſſen Duft Arabia erfüllt iſt und hauch⸗ ten Wohlgeruch in die Gegend. Nach ihnen kamen die aus dem Troglodytenland mit Ameiſengold und einem Geſpann Greife, mit goldnem Geſchirr ge⸗ zügelt. Auf dieſe folgte der Blemmyer Botſchaft: ſie hatten Bogen und Pfeilſpitzen aus Drachen⸗ knochen zu einem Kranz geflochten.„Das ſind,“ — alſo ſprachen ſie—„unſere Gaben, o König! an Reichthum ſtehen ſie den andern nach; aber ſie haben ſich am Nilſtrom— du ſelbſt warſt Zeuge— gegen die Perſer wacker bewährt.“„Sie wiegen koſtbare Geſchenke auf,“ erwiderte Hydaspes,„und ſind Urſach, daß die übrigen alle mir gebracht wur⸗ den.“ Und zugleich geſtattete er ihnen, kund zu thun, was ſie etwa verlangten. Da foderten ſie Verminderung ihres Zinſes und er erließ ihnen alles auf zehen Jahre.
Und faſt waren alle, die zur Botſchaft ge⸗ 26 kommen, vorgeweſen, und der König hatte es ihnen allen mit gleichem oder noch höherem vergolten, als zuletzt der Axiomiten Geſandten daher kamen. Sie waren nicht zinsbar, ſondern Freunde nur und ver⸗ bündet: auch ſie brachten, um ihre Freude am herr⸗ lichen Sieg zu zeigen, mancherlei Geſchenke und vor allen die Geſtalt eines fremden wunderſamen Thieres:
n
——


