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Schönheit übertraf. Ach, o ſüße Thisbe, und welches Heilmittel meinſt du, das ſo leicht ſey?—„Her⸗ rin!“ begann dieſe„in den Augen des Volks verließ Knemon die Stadt und zog aus Attika hinweg, dem Ausſpruch gehorſam; mir aber die ich Alles um dei⸗ netwillen unternehme, iſt nicht entgangen, wie er hier vor der Stadt ſich noch verborgen hält. Sicher kennſt du Arſinoe'n, die Flötenſpielerin? Bei ihr lebt er. Nach dem Unglück nimmt das Mädchen ihn bei ſich auf, verheißt ihm mitzuziehen und hält ihn ſo lange bei ſich, bis alles bereitet iſt.“ Da ſprach Demänete:„O ſelige Arſinoe ob der früheren Liebe zu Knemon und der Aechtung mit ihm in der Zukunft! Doch, was kann das mir helfen?“—„ Viel, o Herrin! Ich werde mich ſtellen Knemon zu lieben und Arſinoen bitten— ſie iſt mir von der Kunſt ſchon längſt befreundet— mich des Nachts ſtatt ihrer zu ihm zu führen. Geſchieht dies, dann magſt du weiter ſorgen, Arſinve zu erſcheinen und ſtatt jener ihn beſuchen. Meine Sorge ſoll es ſeyn, ihn berauſcht zu dir zu bringen. Und haſt du erlangt, wonach du dich ſehnſt, dann iſt billig, daß deine Liebe geſtillt ſey. Manchem ward beim erſten Mal der Sehnſucht Feuer gelöſcht; denn der höchſte Ge⸗ nuß iſt der Liebe Sättigung. Doch bleibt ſie bei dir, was die Gottheit verhüte, ſo mag, nach dem Sprichwort, eine zweite Fahrt beginnen und neues Sinnen. Jetzt ſorgen wir fuͤr die Gegenwart.“
Das billigte Demänete und flehte nur noch um 16 ſchleunige Ausführung des Beſchloſſenen. Da ſoderte ſie, daß nur ein Tag von der Herrin ihr zum Voll⸗ bringen gegönnt werde, ging zu Arſinoe und ſprach:


