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Theagenes und Charikleia : ein Roman / aus dem Griech. des Heliodoros, übers. von Karl Wilhelm Göttling
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du kennſt doch Teledemos. Als dies jene bejaht, fuhr ſie fort:O, ſo nimm uns heute bei dir auf; ich verſprach ihm eine Nacht. Er wird früher kom⸗ men; ich aber wann ich meine Gebieterin zur Ruhe gebracht! Und nun eilte ſie zum Ariſtippos aufs Land und ſagte:Herr, ich komme als Anklägerin meiner ſelbſt, thue mit mir was dir gut ſcheint. Dein Sohn iſt durch mich verloren: nicht ſelbſtthä⸗ tig habe ich gehandelt, aber doch als Mitſchuldige. Mir war bekannt, daß meine Herrin ungeziemend lebte, dein Bett dir ſchändend, und nur um mich ſelbſt bange, wenn die Sache durch einen andern entdeckt würde und im Schmerz über dich, daß ein Lohn dir werde für die Liebe, womit die Gattin du umfingſt, ſcheute ich mich dennoch, dir es zu er⸗ öffnen, verkündete es darum dem jungen Herrn; ich kam Nachts zu ihm, daß keiner ſonſt es erführe, und erzählte, wie ein Buhle die Nacht bei der Her⸗ rin weile. Der aber du weißt, wie ſie ſchon früher ihn gekraͤnkt greift, im Wahn, ich habe geſagt, daß eben jetzt der Buhle bei ihr ſei, in unaufhaltſamem Zorn glühend, nach dem Dolch, achtet all meiner Verſuche, ihn zu halten und von ſeinem jetzigen Irrthum abzubringen nicht, oder hält ſie für Reue und ſtürmt wüthend in das Schlaf⸗ gemach. Das übrige iſt dir bekannt. Jetzt aber kannſt du deinem Sohn ſelbſt in der Entfernung Ge⸗ nugthuung verſchaffen und Rache nehmen an der, die euch beide betrog. Noch heut will ich dir Demäneten ſamt ihrem Buhlen zeigen außerhalb der Stadt und noch dazu in einem fremden Haus.Zeigſt du mir das wirklich, ſprach Ariſtippos, nſo iſt die