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Theagenes und Charikleia : ein Roman / aus dem Griech. des Heliodoros, übers. von Karl Wilhelm Göttling
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auch die gottverhaßte Demänete entging der Ver⸗ geltung nicht. Auf welche Weiſe, ſollt ihr ein an⸗ dermal hören. Für jetzt müßt ihr des Schlafs genießen: es iſt weit in die Nacht hinein und ihr bedürft einer langen Ruhe.O du beunruhigſt uns mehr, ſprach Theagenes,wenn du in der Erzählung die ſchändliche Demänete ungeſtraft läſſeſt.So hört denn, ſprach Knemon,da es euch alſo genehm iſt. Ich nun ging wie ich war nach der Verurtheilung hinab zum Peiräeus, traf ein lichtendes Schiff und machte die Fahrt nach Aegina, wo ich Vettern meiner Mutter wußte. Dort angekommen fand ich, die ich geſucht, und lebte nicht unleidlich anfangs. Am zwanzigſten Tag nachher kam ich, nach Gewohnheit luſtwan⸗ delnd, zum Hafen hinab: gerade ſchwamm eine Jacht daher. Ich ſtand ein Weilchen ſtill und forſchte von wannen ſie komme und wen ſie führe: Da ſpringt noch war der Steg nicht feſtgelegt jemand heraus und umſchlingt mich heranfliegend. Charias wars, meiner Geſpielen einer.O Knemon, herrliche Botſchaft bring' ich dir! ſprach erRache ward dir an deiner Feindin! Demänete iſt todt! Aber gemach, o Charias! erwiderte ich,warum übereilſt du dich ſo mit der ſchönen Botſchaft, als ob du mir etwas zu hinterbringen habeſt, was zu ſcheuen ſey? Melde auch, wie es geſchah! O wie fürchte ich, ſie möge eines natürlichen Todes geſtor⸗ ben ſeyn und entgangen dem, deſſen ſie werth war!la Nicht durchaus, ſprach Charias,floh uns, wie Heſiodos ſagt, die Gerechtigkeit. Mag ſie vielleicht etwas auf kurze Zeit überſehen: ſie zieht