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entgegnete:„Wohl ſagteſt du's vorher, aber ich glaubte dir nicht!“ Da hielt er mich denn in Banden und geſtattete mir nicht einmal, etwas zu ſagen, oder auseinander zu ſetzen, wie es war.
13 Am Morgen aber führte er mich, gebunden wie ich war, vor das Volk und ſprach— das Haupt mit Aſche beſtreut—„Nicht zu ſolcher Hoffnung, o Athe⸗ näer, zog ich dieſen mir auf; ſondern im Wahn, er werde ein Stab meines Alters ſeyn, gab ich ihm von ſeiner Kindheit an eine männlich freie Erziehung,
lehrte ihn der Wiſſenſchaften Anfangsgründe, brachte
ihn zu den Vorſtehern der Sprengel und Geſchlechter um ihn unter die Jünglinge einzuzeichnen und ihn ge⸗ ſetzlich zu Eurem Mitbürger zu erklären. So war mein ganzes Leben nur Eine Sorge um ihn. Nach⸗
grade kam aber das alles bei ihm in Vergeſſenheit:
erſt beſchimpfte er mich und ſchändete mit Schlägen dieſe meine rechtmäßige Gattin; endlich fiel er Nachts, ein Meuchler, mich an, und ward in ſo fern ein Vatermörder, als nur das Geſchick ihn abhielt, in⸗ dem ein plötzlicher Schrecken das Gewehr ſeinen Hän⸗ den entfallen ließ. So flüchte ich nun zu Euch und fehme dieſen, auf Selbſtrache, die mir nach Geſetz erlaubt war, verzichtend. Euch überlaſſe ich alles, überzeugt, daß es beſſer ſey durchs Geſetz als ſelbſt durch Kindesmord ſein Recht zu nehmen!“ Dabei vergoß er Thränen und auch Demänete ſchluchzte laut, gleichſam um ihren Schmerz um mich zu zeigen: nannte mich einen Unglücklichen, der zwar mit Recht aber zu früh, den Tod erleide, der von finſteren Geiſtern getrieben ſei gegen ſeine Eltern. Doch das Weinen beabſichtigte ſie nicht allein: auch zeugen ſollten


