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Theagenes und Charikleia : ein Roman / aus dem Griech. des Heliodoros, übers. von Karl Wilhelm Göttling
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auf's Land gerufen, jener aber ſey, der Verabredung mit der Demänete gemäs, eben hineingeſchlüpft. Auch müſſe ich zur Vertheidigung bereit ſeyn und bewaffnet hineingehen, damit der Frevler nicht entfliehe. So ihat ich und mit einem Dolch bewehrt ging ich Thisbe führte mich und hatte Fackeln angezündet zum Schlafgemach. Wie ich davor ſtand und der Schein einer Lampe herausfiel, öffnete ich, die angelehnte Thür, zornig, wie ich war, aufreiſſend, und flog hinein mit den Worten:Wo iſt der Schändliche, der theure Geliebte der keuſchen Reinen?, Mit die⸗ ſen Worten trat ich hinzu, als ob ich beide durchboh⸗ ren wollte. Da wandte ſich auf der Lagerſtatt o all ihr Götter! mein Vater um, ſank zu meinen Füßen und ſprach:O Kind, halt ein, erbarme dich deines Vaters, ſchone dies graue Haupt, das dich erzog! Gekränkt habe ich dich, aber nicht um mit dem Tode dafür zu büßen! Gib dich nicht ganz deiner Wuth hin und beſudele deine Hände nicht mit Vater⸗ mord! Und ſo flehete er fort in ſeinem Jammer und ich ſtand, wie vom Blitz getroffen, ſtarr, ver⸗ ſteint: nur Thisben ſuchten meine Augen, die lange ſich hinweggeſtohlen, ich ſah bald auf das Lager, bald im Zimmer umher, unfähig zu reden und zu handeln. Da entſiel mir der Dolch aus den Händen und eilig flog Demänete herbei und riß ihn hinweg. Mein Vater aber, nun außer Gefahr, legte Hand an mich und gebot mich zu binden, während ihn Demänete eifrig mit den Worten anreizte: ſagte ich das nicht voraus? Wie man vor dem Jüngling ſich hüten müſſe, wie er bei gelegener Zeit uns nachſtellen werde? O ich ſah ſeinen Blick, durchſchaute ſeinen Sinn! Er aber