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Theagenes und Charikleia : ein Roman / aus dem Griech. des Heliodoros, übers. von Karl Wilhelm Göttling
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gen mich. Zuerſt ſtand ſie nicht auf vom Lager und als mein Vater kam und fragte, was das bedeute, ſtellte ſie ſich krank und entgegnete anfangs nichts. Wie er aber dringender ward und wiederholt fragte, was ihr ſey, begann ſie:Unſer Sohn, der muſter⸗ hafte Jüngling, der mir die Götter ſind Zeugen! oft mehr am Herzen lag als du ſelbſt, hatte irgend woher erfahren, daß ich ſchwanger, was ich dir bisher verbarg, bis ich es ſicher wüßte. Da erſah er ſich deine Abweſenheit und, wie ich ihn nach gewohnter Art warnte und zur Sittlichkeit ermahnte, nicht den ganzen Sinn auf Buhldirnen und Trinkgelage zu richten all das wußte ich von ihm, verſchwieg's dir aber um nicht in den Verdacht einer Stiefmutter zu kommen wie ich ihm nun alſo zuſprach, allein mit ihm, um die Scham ihm zu ſparen, da trat er ich ſchaͤme mich, das an⸗ dere zu ſagen, was er gegen mich und dich in ſchand⸗ baren Worten ausgeſtoſſen mit dem Fuß mir auf den Leib und brachte mich in den Zuſtand, welchen du ſiehſt. Wie er das hörte, ſagte er kein Wort, fragte nicht und dachte nicht an Vertheidigung, ſondern über⸗ zeugt, daß ſie nicht unwahr rede, die durch mich ſo darniederläge, ſchlug er mich, wie er ſogleich mich traf, mit Fäuſten und ſchändete mich, ſeine Diener rufend, mit Geiſſelhieben, mich, der weder wußte, noch überhaupt im Allgemeinen ahnete, weshalb ich gepeitſcht ward. Als ſein Zorn ſich endlich geſättigt, ſprach ich: O mein Vater, jetzt, wenn auch vorher nicht, werde ich doch den Grund dieſer Hiebe erfahren? Er aber, noch mehr gereitzt, rief:O des Spottes, von mir will er noch ſeine ſchändlichen Thaten erzählt haben! Damit eilte er, hinweggewandt, zur Demänete. Die

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