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Die Herrin von Schwarzenhof : Roman / von Albrecht Heinz
Entstehung
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Sobald der alte Herr nur erſt wußte, worauf es ankam, war nichts leichter, als mit ihm ſich zu verſtändigen. Sein taktvolles Entgegenkommen half mir über manchen ſchweren Punkt meiner erſten Er⸗ zählung weg, und mein Vertrauen zu ihm wuchs in dem Maße, in welchem er es weit über meine Erwar⸗ tung durch Zartgefühl rechtfertigte.

In meines unglücklichen Mannes Vorgeſchichte wurde er erſt durch mich eingeführt. Dieſer hatte darüber ein mürriſches Schweigen beobachtet, und Schwendler wußte nichts weiter, als daß Thielooſen, nach kurzer, nicht eben zufriedener Ehe verwittwet, in Amerika ſein Glück geſucht, aber nicht gefunden und zurückgekehrt im äußerſten Norden des Vaterlan⸗ des eine Förſterſtelle übernommen habe. Beim Aus⸗ bruch der Freiheitskriege war er in das Heer einge⸗ treten, hatte Wunden und Orden davongetragen, die Beförderung zum Offizier abgelehnt und vorgezogen, als Feldwebel der Halbinvalidencompagnie, welche Schwendler zuletzt commandirte, ein dunkles, doch in der Sorge für das Wohl ſeiner Untergebenen reich geſegnetes Leben zu führen.

Aber wo iſt das Kind geweſen, während er im Felde war? Wie hat er das Kind verlaſſen können? Hat er nie von ſeiner Frau geſprochen? fragte ich in ſchmerzvollem Erſtaunen.

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