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Die Herrin von Schwarzenhof : Roman / von Albrecht Heinz
Entstehung
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die Verwaltung des Guts Dir übertragen würde. Es war dabei zwiſchen ihm und mir zu Auseinanderſetzun⸗ gen gekommen, infolge deren ich mich als alleinige Eigenthümerin zu betrachten hatte. Nun erwog ich, während er nach dem Kurort ging, ſein für uns alle ſo verhängnißvolles Gartenfeſt einzuleiten, die Bedin⸗ gungen, unter welchen ich Dich zu meinem Univer⸗ ſalerben ernennen dürfe. Die Rechte meines eigenen Kindes, welche doch möglicherweiſe noch nach meinem Tode hervortreten konnten, mußten dabei gewahrt werden. Die Nacht war hereingebrochen, ohne daß ich zu einem Entſchluß gelangt war. Ich hatte ſogar über⸗ ſehen, daß Du Deiner Zuſage gemäß ſchon gegen Abend hätteſt in Schwarzenhof eintreffen müſſen. End⸗ lich kamſt Du, es kamen Deine Mittheilungen über Thereſe, über Frau von Berger, über die mit der Badereiſe verbundenen verſtändigen Abſichten, über Deine volle Verſöhnung mit dem Vater und über die dann plötzlich mit Schwendler entſtandenen Verwick⸗ lungen.

In meine Vergangenheit vertiefter denn je und empfänglicher für Alles, was mit ihr in Verbindung ſtehen konnte, hörte ich Dir zu. Da ſchlug der Name Thie⸗ looſen wie eine Offenbarung an mein Ohr, und wor⸗ auf ich ſeit neununddreißig Jahren verzichtet und doch auch immer wieder gehofft hatte, das trat als möglich,

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