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und wenn ſie ſich, wie geſtern Nachmittag, in den Mantel der Würde hüllt, geradezu unwiderſtehlich. Zwanzig, zwei⸗, dreiundzwanzig Jahre ſind für unſer
Altter kein ſo erheblicher Unterſchied. Da ſpricht etwas
Anderes.“ Er ſprang auf und trat vor den Spiegel. Da
zeigte ſich ein ſtattlicher, ſchön gebauter Mann, der
trotz der ſchneeweißen Haare oder vielleicht wegen ihres Contraſtes mit der lebensvollen Friſche ſeiner edeln Geſichtsbildung noch auffallend hübſch war. Indeß neben dieſem den Zweifel ſiegreich nieder⸗ kämpfenden oder beſſer die Siegesgewißheit ſehr be⸗ ſtärkenden Bilde ſchien ſich ein zweites vom Garten her zu zeigen. Herr von Leteln drehte ſich um, eilte ans Fenſter, öffnete und rief hinaus:„Guten Morgen, mein Fräulein! Guten Morgen! Hat Chlos ſich ſchon in die Hausfrau verwandelt oder femme auteur ſchon ein Kapitelchen fertig?“
Die Angerufene, eine zierliche Geſtalt von mittler Frauengröße, war leichten, faſt ſchwebenden Tritts eben im Begriff, eine Terraſſe des Gartens zu erſtei⸗ gen. Sie blieb ſtehen und wer, unbekannt mit der Dahinſchreitenden, geglaubt haben mochte, einer nach Wuchs, Haltung und Anmuth der Bewegung noch jugendlichen Erſcheinung nachzublicken, der würde er⸗ ſtaunt, ja betroffen geweſen ſein, denn die im Stehen⸗
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