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bleiben halb ſich Umwendende zeigte das Antlitz einer Matrone, einer Matrone im tiefen Spätherbſt des Lebens. Aber das Alter hatte ſich ſchonend über dieſes Antlitz verbreitet. Es hatte, als ob es die Schönheit ehren wolle, welche ſich früher darin dar⸗ geſtellt, dieſe zZwar manchen Schmucks, doch nicht des Reizes entkleidet, durch einen, den erſten Blick für ſich zu gewinnen. Dieſer Reiz vollenbete ſich zum feſſelnden Zauber, ſobald Fräulein Sidonie zu reden begann.
Selbſt für den Bruder mochte er wie neu ſich auffriſchen, als die Dame, welche an das niedere, von Epheu, Roſen und Wein umrankte Fenſter geeilt war, jetzt vor ihm ſtand, mit der einen Hand den großen, vor der Sonne ſchirmenden Hut abnahm, mit der andern ſeine ihr aus dem Fenſter entgegen gereichte ergriff und, zärtlich zu ihm aufblickend, halb freudig, halb ſorgenvoll ausrief:„Du Langausbleiber! Die heidniſche Chlos“, fuhr ſie dann fort,„iſt ſchon in den Feldern geweſen, dem lieben Chriſtengott für ſeinen Segen zu danken; femme auteur hat eine Apoſtrophe für Langſchläfer und die Hausfrau Dein Frühſtück bereit.“
„Beides unnütz!“ lachte der Präſident.
„Beides unnütz?“ fragte die Schweſter, ihr Er⸗ ſtaunen noch unter einem Lächeln verbergend.


