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Die Herrin von Schwarzenhof : Roman / von Albrecht Heinz
Entstehung
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Starken Fünfziger! würde mein Fräulein Schweſter betonend hinzufügen. Ja, ohne ſie, ohne die Rückſicht auf ſie wäre mein Gedicht ſchon lange, wäre ich wahr⸗ ſcheinlich mit der Berger auch ohne Canzone ſchon fer⸗ tig. Die Frau iſt zu reizend! Ich wäre ohne Eclai⸗ reurs vorgegangen, hätte des gedichtlichen Gefühls⸗ und Situationsfühlers nicht bedurft. Aber was könnte die Berger, was könnte meine Schweſter dagegen haben, wenn ich den ſcherzumhüllten Vorſchlag des Ge⸗ dichts zu ernſter Abficht, zum förmlichen Antrag er⸗ höbe? Sidonie muß zugeſtehen, daß, ſo gut ich's hier habe, der Winter doch langweilig iſt, daß auch ihr der Verkehr mit ſchöner Kunſt und Wiſſenſchaft, die An⸗ regung in höhern Geſellſchaftskreiſen ſehr zuträglich ſein würde. Die Berger, deren Haus in der Reſidenz zu alledem Gelegenheit bietet, findet unſer Gut hier allerliebſt, die wechſelnde Badegeſellſchaft amüſant; alſo Leteln war nie Barbar! Er iſt auch jetzt gefällig, nimmt das Joch der Ehe noch einmal auf ſich, bietet der Frau bei der Schweſter den Sommer⸗, der Schweſter bei der Frau den Winteraufenthalt, beglückt, ſelbſt ſich opfernd, nach beiden Richtungen!

Herr von Leteln ſchwieg. Die innere Beluſtigung ſchien ernſterem Erwägen zu weichen.

Charmant, das räumt ja auch Sidonie ein, fuhr er dann lächelnd wieder fort,charmant iſt die Berger,