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Die Herrin von Schwarzenhof : Roman / von Albrecht Heinz
Entstehung
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Kinder anheim, ein Mädchen, etwa fünfzehn, und ein Knabe, etwa dreizehn Jahre alt. In ihrer Leiden⸗ ſchaftlichkeit überhäufte ſie beide bald mit Ausbrüchen ihrer Laune, bald mit vergüten ſollender Zärtlichkeit. In dem Knaben, der ihr nach Temperament und An⸗ lagen ſehr ähnlich war, brachte das Trotz und Entfrem⸗ dung hervor. Sie entfernte ihn aus ihrer Nähe. Auf eigenen Wegen nahm er Anläufe zu einer glänzenden Carrière, hat es aber doch zu keiner hervorragenden Stellung gebracht, lebt mit ſeinem Sohne, ſeinem ein⸗ zigen Kinde, in eben ſolcher Entfremdung wie früher mit ſeiner Mutter und hat jetzt, dem Gerüchte nach verſchuldet, hier bei der Schweſter ein Aſyl gefunden.

Das iſt Alles, was ich über Herrn von Leteln in Erfahrung gebracht habe.

Herr von Darfeld ſchwieg, und Schwendler wollte reden. Der General kam ihm aber zuvor, indem er fragend hinwarf:Mich dünkt, Sie hätten geſagt, das Gut gehöre dem Präſidenten und ſeiner Schweſter ge⸗ meinſam?

So iſt es, Excellenz! Aber des Präſidenten Beſitzantheil iſt, dem Hypothekenbuch gegenüber, wenig mehr als Schein. Seiner Schweſter oder, wie die Dame hier ohne alle weitere Bezeichnung genannt wird, dem alten Fräulein gebührt das Verdienſt, ſchon bei Lebzeiten der Mutter dem vollen Ruin