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ohne Pracht und Ueberhebung, geweſen. Mit der Mutter des Präſidenten, welche aus den bethörenden Huldigungen glänzender geſelliger Kreiſe in die Abge⸗ ſchiedenheit des Landlebens verſetzt ward, änderte ſich das. Das bisher zwar immer gaſtliche Herrenhaus auf Schwarzenhof hielt ſich jetzt verpflichtet, während der Sommerzeit die Honneurs des kleinen Bades zu machen, entbehrte aber faſt regelmäßig im Winter die Hausfrau. Sie lebte dann in der Reſidenz, bald mit, bald ohne Gemahl, welcher, ſchlicht und einfach ſonſt, doch gern mit ihr, insbeſondere mit ihren geiſtigen Vorzügen geglänzt haben ſoll. So mag es denn Frau von Leteln ebenſo ergangen ſein, wie mancher andern Frau, die anfangs blos geiſtig kokett, aus dieſer ſcheinbar ungefährlichen Tändelei durch Eitelkeit des eigenen Mannes in die Strudel ſinnlicher Gefallſucht geräth. Solange Herr von Leteln lebte, kam es zu keinem, wenigſtens zu keinem offenen Aergerniß.
Als er aber geſtorben war, ſoll die nun äußerlich ungebundene Frau eine Zeit lang, wie im Rauſche, kaum noch zwiſchen gut und übel geſchwankt haben. Sie iſt zwar immer um Rettung des guten Scheins bemüht geweſen, aber ſie hat doch bedenkliche Ueber⸗ ſchreitungen mindeſtens des äußern Sittengeſetzes ge⸗ wagt.
Der alleinigen Obhut ſolcher Mutter fielen zwei


