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Die Herrin von Schwarzenhof : Roman / von Albrecht Heinz
Entstehung
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des Vermögens vorgebeugt zu haben. Später hat ſie

die Verwaltung in ergiebigſter Weiſe ganz ſelbſtſtändig

geführt.

Alſo eine alte Jungfer, fiel der General ein, bei der ſich die Natur ſo vergriff, daß wir dem Mann⸗ weib ſcheu und betrübt zugleich den Rücken wenden?

Das doch nicht, Excellenz! Selbſt der Ausdruck weiblicher Sonderling möchte hier nicht völlig an⸗ wendbar ſein. Vielleicht hat gerade überſpannte Weib⸗ lichkeit das eigenthümliche Schickſal der Dame herbei⸗ geführt. Kaum zwanzig Jahre alt, hat ſie ſich, aus Kummer über die Mutter ſchwermüthig von dieſer ge⸗ trennt und zurückgezogen, lange gekränkelt, dann aber die Verwaltung des Gutes übernommen. In dieſer regiert ſie allerdings ſehr charaktervoll, doch lächelt man höch⸗ ſtens über die Pedanterie, mit welcher ſie einmal ein⸗ geführte Ordnungen aufrecht erhält. So lebt ſie ſeit beinahe vierzig Jahren ein ſtilles, aber geſegnetes Da⸗ ſein, deſſen Einförmigkeit allerdings aufgehört hat, ſeit ihr Bruder bei ihr wohnt.

Darfeld ſchwieg, der General aber richtete ziemlich kurz an Schwendler die Frage:Und woher kennen Sie dieſen Bruder?

Blos aus dem Bade hier. Wenn ich Lehrer von die deutſche Sprache geweſen wäre, wie Darfeld na, Ihro Excellenz, die rothe Tinte hätten Sie ſehen

Heinz, Herrin von Schwarzenhof. 2