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„Herr von Leteln lebt, verwittwet und aus dem Dienſt zurückgetreten, ſeit etwa drei Jahren auf dem ſeiner Schweſter und ihm gehörigen Gute hier. Wäh⸗ rend der Saiſon iſt er faſt täglich, morgens und in den Nachmittagsſtunden, in dem nah gelegenen Bade, die Seele der Geſellſchaft und eine Art von Auto⸗ rität für dieſelbe. Seinem Geſchmack und Einfluß verdankt die Anſtalt manches Gute und Zweck⸗ mäßige, ſeiner ſchriftſtelleriſchen Reclame erhöhten Auf⸗ ſchwung.“
Der General nickte.„Was hörten Sie weiter? Ohne Rückhalt, lieber Darfeld!“
„Der Förſter, ein alter, würdiger Mann, bei dem ich in der Nähe des Guts einquartiert bin, gehört nicht zu den Bewunderern des Präſidenten, welcher allerdings viel von ſich reden macht. Eher noch der Prediger. Dieſer nennt Herrn von Leteln einen geiſt⸗ und kenntnißvollen Mann, beklagt aber ſeine Skepſis.“
Der General nickte wieder und fragte:„Aber was ſagt der Förſter? Nur heraus, frei heraus mit der Sprache!“
„Der Förſter— Excellenz wollen es und ich ge⸗ horche— der Förſter hält den Präſidenten für einen hoffärtigen Vielwiſſer, der namentlich auf der Jagd mehr verſtehen will als der erfahrenſte Waidmann.“ „Das glaube ich“, lächelte der General.„Ja, das


