Druckschrift 
Die Herrin von Schwarzenhof : Roman / von Albrecht Heinz
Entstehung
Einzelbild herunterladen

8

auf den Gegenſtand eingehenden Frage gern vorgebeugt, er war aber nicht ſchnell genug. Die für den Ge⸗ neral ſo natürliche Aeußerung war vorhanden und ihre Wirkung auf Schwendler, ſelbſt zur Beſtürzung des jüngern Freundes, weit erſchütternder, als dieſer vor⸗ hergeſehen.

Der alte Mann, welcher ſich bis dahin der treu⸗ herzigen Einfalt ſeiner Natur ganz ungebunden über⸗ laſſen hatte, ſchien mit einem Male wie auf das ſchroffſte verſchloſſen, in ſich zurückgetreten. Seine bis dahin offenen, faſt heitern Züge hatten ſich tief ver⸗ finſtert. Unter den ſtreng zuſammengezogenen buſchigen Brauen ſtarrten die Augen zornfunkelnd ins Weite; die rechte Hand preßte ſich auf der linken Seite der Bruſt zuſammen, als ob ſie das Herz erfaſſen wolle.

Schwendler, ſagte der General und legte in tiefer Beſorgniß ſeine Hand auf den Arm des Alten, ſind Sie unwohl? Dann rief er dem Kammerdiener auf dem Bocke zu:Der Poſtillon ſoll halten!

AberMan zu! wehrte der Alte mit faſt hefti⸗ ger Stimme und ſetzte dann nach einem langen Athem⸗ zuge feſt und geſammelt hinzu:Ich denke, Ihro Ex⸗ cellenz, es iſt blos eine Fignette von daher er zeigte auf ſein Herzaber der Nervusrerum wird alt.

Daß er unter Nervusrerum einfach ſeine Nerven verſtehe, erriethen der General und Darfeld ohne

1

,