Zehntes Capitel.
Die Trennung.
Der Leichnam des Grafen war mit großer Pracht dem kuͤhlen Schoß der Erde uͤbergeben worden und die Begleiter des Zuges kehrten nun heim, groͤßtentheils mit verweinten Augen, denn der alte Herr war gut geweſen und hatte manche Thraͤne getrocknet; warum ſollte man nicht auch ihm eine weihen?
Im Sterbezimmer des Vaters ſaß Gaetang im Trauergewande, an ihrer Seite Romerio. Er weinte nicht mehr, aber er ſah ernſt und
duͤſter. Er hatte nun Alles gethan, was er
zu thun ſich vorgenommen. Er hatte Gaetana gerettet, die Tochter dem Vater zugkfahrt; ſein


