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Gianettiona und Gaetana; oder der Bandit von Venedig : Roman in drei Büchern / von Carl Heinrich
Entstehung
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Tone, der allen Anweſenden Thraͤnen in die Augen lockte, und zog die Wiedergefundene haſtig an ſein Herz. Mild laͤchelnd ruhte ſein Auge auf der Tochter, der Wahnſinn war aus ſeinem Blicke entſchwunden und er war wieder der liebende Vater, wie vorher. Aber dieſer Zuſtand waͤhrte leider nur kurze, ſehr kurze Zeit. Als ihn die weinende Tochter nach dem Lager zuruͤckgefuͤhrt hatte, ſank er zitternd zu⸗ ſammen und die Schwaͤche ſeiner Stimme ver⸗ rieth, daß mit der heimgekehrten Gaetana auch

der Todesengel fuͤr den Vater gekommen ſey.

Die Gerichtsperſonen entfernten ſich ſchweigend, da mit der Wiederkehr Gaetana's auch jede Erbbeſtimmung unnoͤthig geworden war. Nur Zezi, Romerio und Gaetana blieben.

Tritt naͤher, meine Tochter, ſagte der

Graf matt, als ſie allein waren.Du haſt mein Herz gebrochen, aber ich vergebe es Dir. Auf Dich baute ich meine Hoffnungen, Du warſt mein Stolz und meine Freude, und im Allter ſollteſt Du mir eine Stütze ſeyn. Ich