172
Ankunft und Begehr vorgelaſſen zu werden, zu melden.
„Von wem kommt der Menſch?“ fragte Caſietti duͤſter.
„Von Sr. Durchlaucht, dem Fuͤrſten Ca⸗ roli,“ lautete die ehrerbietige Antwort. Der Graf laͤchelte bitter; die Erinnerung rief ihm einſt verlebte ſchoͤnere Tage in das Gedaͤchtniß. Er mußte erſt die naſſen Augenwimpern trock⸗ nen, ehe er im Stande war, eine genuͤgende Antwort zu ertheilen.
„Man laſſe den Boten vor!“ ſagte er end⸗ lich weichmuͤthig und warf ſich ermattet auf einen Lehnſeſſel, der in dem duͤſterſten Theile des ohnehin dunkeln Zimmers ſtand, ſo daß der eintretende Bote ihn kaum zu erkennen ver⸗ mochte. Dieſer uͤberreichte einen großen ver⸗ ſiegelten Brieer.
Der Graf erbrach denſelben raſch. Bei dem Leſen der erſten Zeilen nahmen ſeine Ge⸗ ſichtszuͤge den milden Ausdruck der Ueberra⸗ ſchung an; die Freude beſtrich die bethraͤnten


