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Gianettiona und Gaetana; oder der Bandit von Venedig : Roman in drei Büchern / von Carl Heinrich
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die Verdoppelung dieſer Summe aͤußerte indeß eine guͤnſtigere Wirkung. Schon war die Stunde beſtimmt, in der die Ungluͤckliche fluͤch⸗ ten ſollte, als ploͤtzlich ein Senator erſchien und der Armen ankuͤndigte, daß es die Noth⸗ wendigkeit erheiſche, ihr einen engern Gewahr⸗

ſam anzuweiſen. Sdie wurde transportirt und erhielt ein ziem⸗ lich anſtaͤndiges Zimmer in einem der untern

Geſchoſſe des Inquiſitionspalaſtes. Schon in der zweiten Nacht ihres Hierſeyns wurde ſie vor die ſchrecklichen Richter gefuͤhrt und ihr hier die gegen ſie gerichtete Anklage vorgeleſen.

Man beſchuldigte ſie nicht nur, in einem verbotenen Wandel mit dem Banditen Gianet⸗ tino gelebt zu haben, ſondern man buͤrdete ihr ſogar auf, Mitwiſſerin ſeiner furchtbaren Ver⸗ brechen geweſen zu ſeyn, thaͤtige Mithuͤlfe in Ausuͤbung derſelben geleiſtet zu haben und

fuͤhrte mehrere bedeutende Diebſtaͤhle an, die ſie

in eigner Perſon unternommen haben ſollte. Sie ſchauderte zuruͤck, als der Anklaͤger