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Gianettiona und Gaetana; oder der Bandit von Venedig : Roman in drei Büchern / von Carl Heinrich
Entstehung
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3 157 ſeine Rede ſchloß. Auf den Knieen beſchwor ſie die Richter, nicht auf einen leichten Ver⸗ dacht hin ſie als Verbrecherin zu erklaͤren. Man beachtete dies kaum und fuͤhrte nun den Marquis von Dolco herein, der als Zeuge gegen ſie aufgetreten war. Sie wuͤrdigte den Schurken keines Blickes, aber ein Beben durch⸗ ſchauerte ihre Glieder, als ſie vernahm, wie das Ungeheuer ein Gewebe von Luͤgen erdich⸗ tete, die ſie unfehlbar verderben mußten, wenn ſie die Richter nicht von der Niedertraͤchtigkeit des Marquis uͤberzeugen konnte. Fehentlich bat ſie, die uͤbrigen Genoſſen der Bande zu vernehmen, aber man erklaͤrte ihr kalt, daß der Prozeßgang bei dieſem Gerichtshof dies nicht zulaſſe.

Der Marquis ward wieder abgeführt und der Praͤſident des Tribunals, ein greiſenhafter Mann, deſſen faltiges Geſicht das ſteinerne

Alter deckte, begann ſie folgender Geſtalt an⸗ zureden: