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Gianettiona und Gaetana; oder der Bandit von Venedig : Roman in drei Büchern / von Carl Heinrich
Entstehung
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ſah heut ungewoͤhnlich blaß und leidend. Ihre Kleidung war, wider ihre Gewohnheit, ſehr einfach, ohne allen Schmuck, ein weißes Per⸗ lenhalsband ausgenommen, das, grell abſte⸗ chend, uͤber eine kohlſchwarze Atlasmantille hing, die Hals und Buſen gaͤnzlich verhüllte. Das Haar hatte ſie einfach in Flechten gelegt und nur ſpaͤrliche Locken umſpielten den hin⸗ tern Theil des Rackens. Sie gruͤßte ihren Vater ehrerbietig, Gianettino freundlich.

Biſt Du unwohl, meine Tochter, fragte der Graf. 8

Nein; ein wenig Zahnweh ausgenom⸗ men, das mir einen Theil des Schlafes nach Mitternacht raubte, befinde ich mich ganz wohl, lautete die Antwort.

Der Gouverneur giebt heute Abend einen glaͤnzenden Ball, ſagte Gianettino, indem er die Hand der Geliebten ergriff;ich hoffe, Sie gewiß dort zu ſehen, ſchoͤne Signora.

Ei gewiß! fiel der Graf ſchnell ein;z Gaetana, Du darſſt nicht fehlen. Zu Gia⸗