nannte, war erſt vor wenigen Monaten in Piſa angekommen. Er hatte, als mittelloſer Edelmann, Empfehlungsbriefe an die angeſe⸗ henſten Familien Piſa's mitgebracht. Auch in dem Hauſe des Grafen Caſietti hatte er auf ſolche Weiſe Eingang erhalten und ward hier vom erſten Augenblicke ſeines Erſcheinens an gern geſehen. Es war ein bildſchoͤner Mann, mittler Zwanziger, ſtark und nervig gebaut und von ausnehmender Lebhaftigkeit. Trotz ſeines jugendlichen Alters war er viel gereiſ't und hatte unter andern auch ſchon die Raubſtaaten Alfrika's beſucht. Er erzaͤhlte gern und gut. Sein Verhaͤltniß zu Gaetana hatte ſich ſchon in den erſten Wochen ſeines Hierſeyns gebil⸗ det; die Beiden liebten ſich wahrhaft innig, ohne daß Anfangs der Graf nur das Geringſte davon ahnte. So wiederholt auch Gianettino von Gaetana angegangen wurde, das ganze Verhaͤltniß ihrem Vater zu entdecken, ſo war er doch dazu nicht zu bewegen. Jederzeit wich er entſchieden aus, wenn das Geſpraͤch mit
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Gianettiona und Gaetana; oder der Bandit von Venedig : Roman in drei Büchern / von Carl Heinrich
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