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Gianettiona und Gaetana; oder der Bandit von Venedig : Roman in drei Büchern / von Carl Heinrich
Entstehung
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geen gebracht hatten und der nur von dem kaͤrg⸗ lichen Reſte einer einſt großen Habe zehrte,

mir mehr, als alle die Laffen Piſa's, die mitt

Gold und Reichthum mein Herz zu erobern ge⸗ dachten. Aber, Gianettino, Du liebſt mich wahrlich nicht innig und treu! Ich habe Dich hundertmal beſchworen, aufrichtig gegen mich

6 zu ſeyn: Du biſt es aber nicht. Mein Vater

iſt ein ſtolzer, ſehr ſtolzer, aber ein edler Mann. Geh' hin zu ihm, ſag ihm: Ich liebe Eure Tochter, Graf Antonio, ich liebe ſie innig und wahr, ja ich wuͤrde ſie lieben, wenn ſie auh nicht des maͤchtigen Caſietti Tochter waͤre, aber ich bin arm, denn ich habe nicht mehr ſoviel, als vielleicht der aͤrmſte Edelmann Piſa's! Und mein Vater wird antworten, wie ein bra⸗ ver Edelmann antworten muß: Ihr ſeid arm, Gianettino, wird er ſagen, aber Armuth iſt kein Verbrechen. Ich werde mit Euch nach

Venedig reiſen, und wenn die Republik Euch ein gutes Zeugniß giebt, ſo ſollt Ihr meine

Tochter habenſo wahr ich Caſi etti heiße!