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In dieſem Hauſe wurde es unterdeſſen von Tag zu Tage ungemüthlicher. Der Baron, dem alle Pläne ſcheiterten, weil er zu Vielerlei unternahm, war auf dem ſchlechteſten Wege, das heißt, auf dem beſten, ein galliger, ſchmähſüchtiger, unleidlicher Greis zu werden, während ſeine Frau mit dem Terrain auch alle Würde und nicht nur die Herrſchaft über die An⸗ dern, ſondern auch über ſich verlor. Sie ſeufzte um die Vergangenheit und über die Gegenwart, ſah Gatten und Kinder und die übrige Menſchheit im Bunde, ihr ein frühes Grab zu graben, und weil Niemand, Nie⸗ mand ſie beweinen würde, vergoß ſie ſelbſt am Grabe der ſeligen Freiin von Riedgras Ströme von Thränen. Die arme Wanda wagte keinen Verſuch, des Vaters Stirn zu entwölken, und mühte ſich vergebens bei der Mutter, und zu dem Kummer um die Eltern geſellte ſich eine dunkle Sorge wegen des leichtſinnigen Bru⸗ ders. Zweifel an der Treue des Geliebten blieben der treuen Seele fern, doch daß Guſtav ſo gar keinen Verſuch machte, den Eltern und ihr ſich zu nähern, koſtete ihr manch ſtilles Ach! Unter ſolchen Umſtän⸗ den bot die Errungenſchaft der trüben Tage, daß man ihr keine Rolle mehr in der Geſellſchaft aufdrang—


