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Schloß der Grafen Geldern; weiterhin dehnt ſich die Ebene.
Hier oben, wo unter einem Ahornbaum eine Ruhebank angebracht war, ſaß Benedict in der Mittagsſtunde, am Tage nach dem Feſte.
Nach dem geräuſchvollen Geſtern lag Frohnburg heute wie im Zauberſchlaf. Den Grafen, hieß es, hielten Geſchäfte in der nächſten Stadt zurück, die Gräfin war leidend.
Aber auch Himmel und Landſchaft hatten ein völlig verändertes Ausſehen. Windgejagte Wolken warfen ihre Schatten auf die Wieſen und wogenden Aehrenfelder, düſter, mit unruhigen Kronen, dräute der Wald.
Benedict ſchenkte den Vorgängen in der Natur keine Aufmerkſamkeit. Weder die brütende Stille be⸗ drückte ihn, noch lenkte das Windgebrauſe, das ſie ſtoßweiſe unterbrach, den Zug ſeiner Gedanken. Er hatte keinen Blick für die Gewitternacht, die über den Horizont ſich erhob und hinter den Flugwolken lang⸗ ſam, aber unabwendbar heraufſtieg.
Er dachte nur an ſeine Schickſalswende.
Und jetzt hing das Gewitter mit fahl entflackernder


