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Lohe und dumpfem Grollen über dem Frohnburger Schloß und Wald, jetzt zürnte es auch über ihm.
Der Tag iſt aufgeſogen, ringsum Dämmernacht, in der die erſten ſchweren Tropfen fallen. Ein tiefes Athemholen des Sturms und Aufßzittern der Erde, dann chaotiſcher Wirbel. Der Regen praſſelt im Blät⸗ terdach, Wind wirft ſich heulend auf die Welt, in Flammen ſteht ſie und vernimmt des Donners Königs⸗ ſtimme. 1
Benedictus hatte ſich erhoben und weilte ſo, an
den Baumſtamm gelehnt, recht inmitten des Aufruhrs. Ihm bangte nicht, daß ein Wetterkeil den Ahorn und ihn vernichte, denn er dachte an den vollſten Puls⸗ ſchlag des Lebens, an die That!
Noch rangen Pläne und Entſchlüſſe verwor⸗ ren in ſeiner Bruſt, doch kein Wagniß ſchien ihm zu kühn.
Was er geſtern, vom Sturm der Empfindungen weggekrümmt, ſeinem Kloſterbruder zugerufen, will er dem ganzen Klerus ins Antlitz ſchleudern:
Daskirchliche Idealweiche demſittlichen!
Wie nicht Faſten und Beten, nicht härenes Ge⸗ wand und Stachelgürtel vor dem Sinnenbrand ſchützte,


