⁴
9
führſt, verlierſt du dein Weib und vielleicht mehr. Noch kannſt du zurück. Bleib'!
Aber er ſchüttelte das letzte Bedenken ab und reichte dem Mitſchuldigen die Hand zum Abſchied.
„Auf Wiederſehen im Pavillon, und wenn ich der Mamſell Vernunft predige, ſeien Sie mein Anwalt!“
„Der Advocatus Diaboli“, ſagte der andere, gute Miene zum böſen Spiel machend.
Als Guido gegangen war, wartete Flor am Fenſter, bis jener aus dem Thorweg ritt. Dann rief er durch einen Druck auf die Tiſchglocke ſeinen Diener herein.
„Vogue la galère!“
Im Dorfe brannte nur in wenigen Häuſern Licht. Wer nicht ſchlief, war im Gaſthof, der freilich noch hell erleuchtet und von unten bis oben voll Dranges und Klanges war. Als Guido das Dorf im Rücken, den Nebelſee der Ebene vor ſich hatte, trieb er mit„Fauſt“ und Schenkeln ſein Pferd zum Galopp, ließ es dann geſtreckten Leibes und in großen Sprüngen in der Carrière dahinſtürmen— vorbei an Feld und Wald, und parirte es erſt dicht vor dem mondbeglänzten Friedenthal.
Klang da nicht Muſik?— Die feiern doch nicht


