Teil eines Werkes 
2. Bd. (1875)
Entstehung
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8 Stimmung das Rechte thun werden, möchte ich be⸗ zweifeln. Was wollen Sie denn eigentlich?

Fürs erſte zu Pferd und ins Freie! Mein Blut kocht. Er maß wieder das Zimmer. Dann ſtellte er ſich vor Flor hin und ſprach ruhiger weiter.Man iſt dergleichen Spazierritte, die bis übermorgen dauern, von mir gewohnt. Unglück in der Liebe, Glück im Spiel. Wenn die Gräfin ſchmollt, ſetze ich im Wars⸗ dorfer Offizierselub die erſten zehn Louis auf die Dame. Meine Leute wiſſen das. Brauche jetzt meinem Severin nur eins überzuziehen, und er kennt meine Stimmung und kriecht in die Federn.

Vergeſſen Sie den Feiertag nicht.

Um ſo beſſer! Läuft Alles ins Dorf. Die Frohnburger ziehen Tanzmuſik und Bier der Mond⸗ ſchein⸗ und Waldromantik vor. Binnen einer Stunde bin ich beim Pavillon, und Sie oder Swell öffnen mir, und wir halten eine Sitzung im Stil des ſeligen Großpapas.

Flor, von der Fruchtloſigkeit aller Einreden über⸗ zeugt, fügte ſich ſeufzend. Der Graf aber riß einen Fenſterflügel auf und lauſchte hinaus. Vom Dorf herauf klangen die tiefen Noten der Contrabäſſe.

In dieſem Augenblick beſchlich etwas ſein Herz wie trübe Ahnung: Wenn du dein Vorhaben aus⸗