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7 meinen Schooß ziehe—“ Er ſtampfte mit dem Fuße. „Bin ich nicht Ihr Mann— iſt's nicht mein Recht? Sie todtküſſen hätte ich ſollen! Es reut mich jetzt, es nicht gethan zu haben.“
„Die Gräfin iſt zarter organiſirt, als andere Frauen. Freuen Sie ſich doch darüber! Ich begreife Sie nicht.“
„Ueberſpannt iſt ſie! Aber ich werde ſie heilen. Wenn Frauen die fromme Dulderin ſpielen wollen, muß man ihre Geduld auf ernſte Proben ſtellen.“
„Vielleicht iſt die Gräfin morgen beſſer gelaunt.“
„Vielleicht; vielleicht auch nicht. Ich gehe wie Tanhäuſer in den Hörſelberg.“
„Zur Fel?“ rief der andere mit ungeheucheltem Erſchrecken. Aber Guido betrachtete ihn mit einem Satyrblick.„Ihre ſittliche Entrüſtung iſt gut, Flor! — Sagten Sie mir nicht, daß ſich das Mädchen lang⸗ weilt? Daß dem Vogel der Käfig zu eng wird? Nun denn, unterhalten, tröſten wir ſie! Es iſt doch endlich an der Zeit, daß ich meinem Gaſte die Hon⸗ neurs mache.“
Flor ſchüttelte den Kopf.„Die Sache ſchien mir nie geheuer, und dieſe neue Wendung gefällt mir am wenigſten. Daß endlich etwas geſchehen müſſe, ſagt mir die Vernunft; ob Sie aber in Ihrer heutigen


