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„Unſere Gräfin ſieht heute wieder reizend aus“, ſagte Flor leiſe zu Benedict. Dieſer antwortete mit
der Frage nach dem Namen des Offiziers. Er hatte
ihn bei der Vorſtellung überhört.
„Graf Muckenthal. Die Muckenthal gehören wohl zum älteſten Adel Ihres Landes. Sie ſelbſt behaupten, der bekannte Androklus mit dem Löwen ſei ein ge⸗ fangener Graf Muckenthal geweſen, und irgend ein deutſcher Kaiſer hat ihnen das auch verbrieft.“
„Ein ſchöner Mann!“
„Der Gräfin ſcheint er auch zu gefallen“, ziſchelte Flor mit dem Behagen am Laſter und Verläſtern. „Ich habe ſie lange nicht ſo heiter geſehen.“
Auch Frau von Bruck konnte ſich nicht beklagen; der Graf plauderte und neckte ſich mit ihr und huldigte ihr ſo eifrig, als wenn ſie die beſten Freunde wären, ſehr zur Zufriedenheit ihres andern Tiſchnachbars, des Pater Gregor, der ſich lieber an das Menu als an die Gäſte hielt.
„Wie mir Graf Geldern mittheilt“, wandte ſich einmal Emmy zu ihm,„iſt Pater Benedictus der Verfaſſer des berühmten Werkes—“
„Ueber die Reformation“, ſiel Gregor ein.„Zu dienen, gnädige Frau.“
„Ich habe das Buch geleſen und bin davon


