Teil eines Werkes 
1. Bd. (1875)
Entstehung
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Sie waren an ein leichtes Gehege gelangt, die Grenze zwiſchen Forſt und Park.

„Wie Sie ſehen“, ſagte Guido,„Alles beſcheiden, Alles ländlich. Hier kommen abends die Rehe und freſſen Ihnen aus der Hand.“.

Auch hinter der Hecke zeigte ſich noch wenig von des Gärtners Kunſt. Büſche wilder Roſen ſchlugen über dem Weg zuſammen, und höher neigten ſich die Bäume zu einander. Weiterhin ging es an einem Teiche vor⸗ über, mit einem altmodiſchen Schwanenhäuschen in⸗ mitten, auf ſorgfältiger gepflegtes Gebiet. Da waren Rococo⸗Erinnerungen, geſchnörkelte Blumenbeete, üppige Taxushecken, Götter und Nymphen, über deren Nackt⸗ heit die Zeit ihren grauen Schleier deckte, abwechſelnd mit Gartenanlagen in engliſchem Geſchmack. Dann

lud die Terraſſe empor, und ragte mit noch aben dgol⸗ digen Fenſtern das Schloß.

Das Gemach, das man Benedictus angewieſen hatte, war zum Theil mit alterthümlichem Geräth aus der Renaiſſance⸗ und Zopfzeit ausgeſtattet, aber auch was dem Lebemann der Gegenwart zum Comfort nöthig erſcheint, war vorhanden; der Schreibtiſch, die Toi⸗ lette enthielten einen Ueberfluß von Dingen, wovon

der beſcheidene Mann weder Zweck noch Namen wußte. 4*