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Eine Wandconſole war leer. Dieſelbe trug ſonſt eine Büſte Jean Jacques Rouſſeau's aus dem Nach⸗ laſſe der gräflichen Großmutter. Aus leicht errath⸗ baren Gründen hatte man den Naturevangeliſten vor der Ankunft des prieſterlichen Gaſtes entfernt.
Die Fenſter des Zimmers lagen nach einem ſchma⸗ len, immer beſchatteten Hof mit einer verwitterten Bildſäule des Pan. Gegenüber ſah man eine Fenſterreihe mit blendendweißen Florgardinen.
Es dauerte nicht lange, ſo trat Gregor bei ſeinem Freunde ein. Er tadelte des Profeſſors Einſilbigkeit während des Ganges mit dem Grafen.„Gefällt Dir denn unſer Schloßherr nicht?“ fuhr er lebhaft fort. „Iſt er nicht ein Bild männlicher Kraft und wahren Adels? Tadelt mir die Vornehmen nicht! Wer ſie ſteif und ablehnend nennt, hat nur mit ihrem Geheimſecre⸗ tär verkehrt. Ohne Haſt, aber auch ohne Zurückhaltung, mehr von uns als von ſich ſprechend, überreden ſie uns, ihnen den Vorrang einzuräumen, indem ſie ihn nicht zu behaupten ſcheinen. Ihre Ahnen, das heißt, ein ehrwürdig Stück Geſchichte ſteht hinter ihnen, wie hinter dem Könige die Armee ſteht, auch wenn er im Civilrock über die Straße ſchreitet.“
„Es iſt die Macht der Tradition“, ſprach Benedictus.


