Teil eines Werkes 
1. Bd. (1875)
Entstehung
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„Man läutet das Ave“, ſagte Gregor und nahm ſeinen Hut ab. Die beiden andern folgten ſeinem Beiſpiele, und ſo blieben die drei Männer, vom Abendlichte angeglüht, ſchweigend ſtehen, bis das Ge⸗ läute verhallte.

„Gelobt ſei Jeſus Chriſtus!“ ſchloß Gregor ſein Gebet.

„In Ewigkeit, Amen!“ erwiderte der prieſterliche Begleiter.

„Amen“, ſagte Guido, um etwas zu ſagen.

Dann ſetzten ſie den Weg wieder fort.

„Die Glocken haben ein ſchönes Geläute“, bemerkte Gregor.„C, F. Man hört ſelten die Quarte ſo rein.“

„Alſo muſikaliſch ſind Sie auch?“ rief Guido. „So können wir Ihnen doch etwas bieten. Der Lehrer im Dorfe nämlich iſt ein ausgezeichneter Klavier⸗ ſpieler, ich würde ſagen, ein Virtuos, wenn er weniger pedantiſch wäre. Und nun ſein Sohn! Ein zwanzigjähriger Burſche, etwas unklar, etwas überſpannt, aber ein muſi⸗ kaliſches Genie. Spielt alle Inſtrumente. Auf der Geige iſt er ein Meiſter. Die Gräfin zwar liebt Ge⸗ ſang über Alles, aber wenn ich ſingen hören will, fahre ich nach der Reſidenz in die Oper. Ich kann mir auf dem Lande keine Jenny Lind halten. Doch wir ſind am Ziel. Seien Sie mir nochmals herzlich willkommen!“